
Donnerstg, 10. September, 16:15 – 18:00, MBR, Uni Köln
Es gibt keine anerkannte Ausbildung zur Filmvermittler*in. Deshalb werden Initiativen und Institutionen aktiv, um Weiterbildung zu organisieren. Ein kurzer Workshop und ein anschließendes Panel schauen sich bestehende Formen an und fragen nach Wünschen und Utopien.
Welche Aus- und Weiterbildungen braucht die Filmvermittlung? – Das Feld der Filmvermittlung steht zunehmend vor der Frage, wie nachhaltig filmkulturelle Räume und Gemeinschaften entstehen können. Jenseits klassischer Ausbildungsmodelle entwickeln Kinos, Festivals und selbstorganisierte Initiativen neue Formen der Wissensvermittlung von Praxis, Teilhabe und kollektiver Infrastruktur. Sie enthalten häufig Elemente und Formen der Aus- und Weiterbildung.
Die Veranstaltung untersucht in zwei Teilen, welche Aus- und Weiterbildungsstrukturen für Filmvermittler*innen notwendig sind, um in diesen Zusammenhängen Kinos als soziale und kulturelle Vermittlungsorte zu stärken. Der erste Teil widmet sich in einem Workshopformat mit Hilfe von Zitaten der Frage, was wir uns eigentlich unter Filmbildung vorstellen. Im Zentrum stehen Bildungsmodelle, die nicht nur innerhalb bestehender Institutionen erprobt werden, sondern auch Wissen und Fähigkeiten vermitteln, um neue Räume und Strukturen der Filmvermittlung hervorzubringen. Im zweiten Teil kommen Personen und Initiativen ins Gespräch, die in ihren Strukturen Formen von Ausbildung oder Weiterbildungen für Filmvermittler*innen umsetzen.
Beteiligte
Lisa Haußmann ist Filmwissenschaftlerin und -vermittlerin und arbeitet als Kuratorin, Referentin und Autorin für Filmfestivals und verschiedene Kultur- und Bildungseinrichtungen in Deutschland und Frankreich. Seit 2025 ist sie Künstlerische Leiterin der Französischen Filmtage Tübingen | Stuttgart. Haußmann ist Gründungs- und Vorstandsmitglied der AG Filmvermittlung e.V..
Dalia Soliman ist als Kulturproduzentin in Berlin tätig und Programmkoordinatorin bei SİNEMA TRANSTOPIA. Dort konzipiert und organisiert sie das SİNEMAplural Fellowship mit, ein Programm zur vermittelnden Arbeit mit Film. Zuvor koordinierte und kuratierte sie verschiedene Filmprogramme und internationale Filmfestivals, darunter ALFILM – Arab Film Festival Berlin.
Gudrun Sommer lebt und arbeitet im Ruhrgebiet. Die studierte Philosophin ist Festivalleiterin von DOXS RUHR (doxs-ruhr.de) und betreibt «fair enough.», ein Büro für nachhaltige und kollaborative Kulturarbeit. Sie gründete 2002 doxs! das bundesweit erste Dokumentarfilmfestival für Kinder und Jugendliche sowie einige Jahre später den Verein „Freund*innen der Realität e.V.“ und das dezentrale Festival DOXS RUHR. Davor leitete sie zwei Jahre die Duisburger Filmwoche und war als Kuratorin und Jurorin für europäische Festivals und Institutionen wie die Diagonale, den steirischen herbst, das Goethe-Institut, die Berlinale Generation und den Grimme-Preis tätig. Gudrun schreibt Texte, unterrichtet und war im Konzeptionsteam der Zusatzqualifikation Filmbildung am Filmhaus Köln. Aktuell engagiert sie sich im Vorstand des europäischen Kinderfilmverbands ECFA.
Manuel Kargın-Zahn ist Erziehungswissenschaftler und arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren in Forschung und Lehre im Feld der Filmbildung. Seit 2017 ist er Professor für Ästhetische Bildung an der Universität zu Köln. Weitere Arbeitsgebiete neben der Filmbildung sind u.a.: Erziehungs- und Bildungsphilosophie, Kunstpädagogik und Ästhetische Bildung in digitalen und globalen Transformationsdynamiken. Er ist Gründungsmitglied von Lichtspiel – Netzwerk kulturelle Filmbildung.
/c/ Filmhaus Köln, Zusatzqualifikation Filmbildung