Gespräche zum strukturellen Wandel
11. September, 14:00–15:30, ↳ Theater, Universität zu Köln
Was sind die Bedingungen im Feld der Filmbildung? Was sind die notwendigen und nachhaltigen Arbeitsstrukturen, die wir uns für eine kulturelle Filmbildung wünschen? Und wie können wir einen strukturellen Wandel im Hier und Jetzt voranbringen? Diesen und weiteren Fragen gehen wir gemeinsam in Form von Tischgesprächen nach.
Damit Angebote der kulturellen Filmbildung Menschen über Filme in Beziehung setzen und sie gemeinsam die geteilte gesellschaftliche Realität reflektieren können, braucht es Strukturen, welche die Bildungsarbeit ermöglichen. Was sind die gegenwärtigen strukturellen Bedingungen im Feld der Filmbildung? Was sind die notwendigen und nachhaltigen Arbeitsstrukturen, die wir uns für eine kulturelle Filmbildung wünschen? Und wie können wir einen strukturellen Wandel im Hier und Jetzt voranbringen?
Bei den strukturellen Bedingungen der Filmvermittlung geht es nicht nur um bildungs- und kulturpolitische Förderlogiken, konkrete Räume, Materialien sowie finanzielle und personelle Ressourcen, sondern auch und gerade um Beziehungs- und Arbeitsweisen, die wir uns für die Filmbildungsarbeit wünschen. Das offene Format bringt Personen und Initiativen zu einem Ideen- und Wissensaustausch zusammen, die im Hier und Jetzt andere Arbeits- und Vermittlungsstrukturen erproben und an einem strukturellen Wandel des Feldes der kulturellen Filmbildung (oder in benachbarten Feldern der kulturellen Bildung) arbeiten.
Beteiligte
Destina Atasayar ist Vermittlerin in der politischen, kultur- und medienpädagogischen Bildungsarbeit, Autorin, Herausgeberin und Kurzfilmemacherin. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Antidiskriminierung und Erinnerungskulturen. Neben der Tätigkeit im Kollektiv Eine Krise arbeitet sie mit verschiedenen Trägern der historisch-politischen Bildung und Filmvermittlung zusammen. Von 2022–2024 war sie an der konzeptionellen Neugestaltung des Lernorts 7x jung beteiligt. Ihr Bachelorstudium Visuelle Kommunikation an der Universität der Künste Berlin absolvierte sie in der Fachklasse Bewegtbild und war zudem am Institut für Geschichte und Theorie der Gestaltung tätig. Derzeit studiert sie den Masterstudiengang Kritische Diversity und Community Studies an der Alice Salomon Hochschule Berlin.
Daniel Beschareti ist Producer und Filmvermittler aus Berlin. Nach einem Lehramtsstudium in Geschichte und Deutsch an der Humboldt Universität Berlin und der Boğaziçi Universität Istanbul studiert er aktuell an der dffb im Fach Produktion. Er absolvierte vor kurzem das Weiterbildungsprogramm SinemaPLURAL und realisiert freiberuflich Projekte in der Filmbildung.
Dr. Anja Steidinger ist Künstlerin und Professorin für Kunst in Sozialen Kontexten an der Hochschule in Düsseldorf (HSD). Von 2020–2026 war sie Professorin in der Kunstpädagogik an der HFBK Hamburg. Zuvor hat sie in Barcelona (2006–2020) gelebt. Dort ist auch ihre Dissertationsarbeit zu künstlerischen (Selbst-)Repräsentationen von Unbehagen im Kontext der spanischen Wirtschaftskrise entstanden (Publikation Edition Metzel, München 2015). Sie ist Mitbegründerin des spanischen aktivistischen Künstler*innenkollektivs Enmedio und des medienpädagogischen Projektes für Kinder LA MALETA DEL CINE in Barcelona. Seit 2022 ist sie Teil von INGLAM – Inglourious Art Mediators – eine Band für Lecture Performances in Hamburg. Ihre oftmals auf gemeinschaftlicher Produktion basierende Arbeitsweise verbindet antidiskriminierende Perspektiven mit lokalen Kunstprojekten und entwickelt aus künstlerischer Intervention als kritische Praxis neue Handlungsräume.
Luc-Carolin Ziemann arbeitet mit Film, besonders gern mit Dokumentarfilm und experimentellen Formen des filmischen Erzählens. In ihren Fortbildungsformaten und Begleitmaterialien vermittelt sie filmpädagogische Methoden. Als Gründungsmitglied der AG Filmvermittlung setzt sie sich für Vernetzung und Sichtbarkeit ein. Als Kuratorin ist sie für verschiedene Festivals aktiv und als Dramaturgin unterstützt sie Filmschaffende in allen Stadien der Filmproduktion.
moderiert von:
Malve Lippmann ist Künstlerin, Kuratorin und Kulturmanagerin. Sie ist Mitbegründerin und künstlerische Leiterin von bi’bak und SİNEMA TRANSTOPIA in Berlin und zeichnete für Filmprogramme, Veranstaltungsreihen und Ausstellungen verantwortlich, darunter das internationale Symposium Cinema of Commoning (2022+2024+2026) und das Fellowship Programm SİNEMAplural, das auf der Praxis von SİNEMA TRANSTOPIA aufbaut und und darauf ab, zielt Perspektiven der Filmvermittlung in Deutschland zu erweitern, neue Zugänge und Blickwinkel zu schaffen sowie innovative, diversitätsorientierte und machtkritische Ansätze zu entwickeln. Seit 2025 ist sie Teil der Jury für das Residenzprogramm Kulturakademie Tarabya und Mitglied im Rat für die Künste Berlin.
Manuel Kargın-Zahn ist Erziehungswissenschaftler und arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren in Forschung und Lehre im Feld der Filmbildung. Seit 2017 ist er Professor für Ästhetische Bildung an der Universität zu Köln. Weitere Arbeitsgebiete neben der Filmbildung sind u.a.: Erziehungs- und Bildungsphilosophie, Kunstpädagogik und Ästhetische Bildung in digitalen und globalen Transformationsdynamiken. Er ist Gründungsmitglied von Lichtspiel – Netzwerk kulturelle Filmbildung.