Pressemitteilung vom 13. Juli 2026, herausgegeben von kinokollektivkino e.V. (kikoki) zum aktuellen Stand des Berger Kinos

Die Wiederbelebung des Kinos macht große Schritte nach vorn: Der in 2025 gegründete gemeinnützige Verein kikoki e.V. und Kooperationspartner*innen aus der Frankfurter Filmkultur werden durch den Fonds Soziokultur mit 30.000 € in einer Konzeptphase gefördert. Gleichzeitig gibt es eine Einigung mit dem Eigentümer, um gemeinsam in die Projektentwicklungsphase zu starten. Damit ist die Besetzung des Berger Kinos erfolgreich beendet und die langfristige Wiederbelebung des für Frankfurt bedeutenden Kinos kann beginnen.
Dafür engagieren sich mit großer Ausdauer und viel Herzblut der Grandfilm Verleih, Christine Kopf vom Lichtspiel e.V. und DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Gunter Deller, Betreiber des Mal Seh’n Kinos, die Kinothek Asta Nielsen e.V. und der kikoki e.V. Nach Gesprächen, die seit 2024 mit Unterstützung des Kulturdezernats und des Kulturamtes der Stadt Frankfurt am Main geführt wurden, kann nun die konkrete Planung für die Wiedereröffnung des Kinos beginnen.
Zu unserer großen Freude werden die Architektin und Architekturprofessorin Gabu Heindl (Universität Kassel) und das Frankfurter Architekturbüro in_design architektur die Planung der Renovierungsarbeiten begleiten.
„Das Kino auf der Berger Straße ist ein wichtiger Begegnungsort. Wir wollen mit und für Menschen aus dem Stadtteil ein Konzept entwickeln, das diesen zentralen Ort wieder zugänglich macht – für Alle. “ (Prof. Gabu Heindl)
Als Stadtteil-Kino mit Treffpunktcharakter für Jung und Alt soll das Kino wiedereröffnet werden – mit Raum für Filmfestivals, abwechslungsreiches Programm, partizipatives Kino, Kinderprogramm sowie Jugend- und Subkultur. Der Charme und der Charakter des Traditions-Kinos, das den Stadtteil über viele Jahrzehnte geprägt hat und einen Platz im Herzen vieler Bornheimer*innen hat, sollen erhalten bleiben.
„Wir freuen uns sehr, unserem seit mehreren Jahren verfolgten Ziel, das Berger Kino wieder zu eröffnen, einen großen und entscheidenden Schritt näher gekommen zu sein. Gerade im bevölkerungsreichsten Frankfurter Stadtteil Bornheim wird das Berger Kino in seiner langen Tradition den Besucher*innen ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Kinoprogramm bieten. Darüber hinaus verbindet das Projekt den Erhalt des Traditionskinos mit neuen Formen kultureller Teilhabe. Wir engagieren uns für das Kino als Freiraum, in dem (Jugend-)Kultur, Begegnung, Empowerment und politische Bildung stattfinden können”, beschreibt Ruth Wild, Vorstand kikoki e.V.
„Wir können endlich weiter machen mit unserem Projekt, das Berger Kino wieder zuöffnen. In einem Viertel mit so vielen unterschiedlichen Menschen ein tolles perspektivenreiches Programm mit Platz für Queer-Feminismus zu zeigen sind wir also näher gekommen.“ ergänzt Finja Dorner, kikoki e.V.
Während der nun beginnenden Projektentwicklungsphase sind öffentliche Veranstaltungen geplant, darunter Open-Air-Kinoveranstaltungen auf dem Uhrtürmchenplatz. Darüber hinaus sind eine Ausstellung zur Geschichte des Berger Kinos und ab 2027 Workshops mit der Nachbar*inschaft zur gemeinsamen Gestaltung des Kinos vorgesehen. Die nächste Open-Air-Kinoveranstaltung ist ein Queerer Kurzfilmabend am Uhrtürmchenplatz in Kooperation mit dem Bundesverband Jugend und Film e.V. am 25. Juli 2026.
Beginn der Veranstaltung ist mit Dämmerung ab 21:30 Uhr. Es werden einige Sitzplätze zur Verfügung gestellt, zusätzlich können Stühle mitgebracht werden.
Die Veranstaltung ist kostenfrei, Spenden sind gerne gesehen.
Kontakt: verein@kikoki.net