Das Österreichische Filmmuseum widmet sich seit 1964 der Bewahrung, Erforschung und Präsentation des Mediums Film: Es betreibt ein Kino, bewahrt Sammlungen, ist eine Forschungs- und Bildungsstätte. Als weltweit vernetzte Non-Profit-Organisation erfüllt es die Funktion eines kunst- und zeithistorischen Museums für Film in Österreich. Die Ausstellungen finden auf der Leinwand statt.
Unsere Lehr- und Vermittlungsveranstaltungen verstehen als Dialog über unsere Arbeit und unser Verständnis der Begriffe Film und Kino. Zentral ist dabei das gemeinsame Film-Schauen, der Austausch über das Gesehene, die kreative Auseinandersetzung damit sowie die Begegnung mit Filmschaffenden.
Im Sinne der pädagogischen Nachhaltigkeit geht es uns um die Vorstellung und Einübung spezifischer Methoden, über Film nachzudenken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Unterschiedliche Sichtweisen können nebeneinander stehenbleiben und Ausgangspunkt einer Debatte werden. Den einzelnen Standpunkten begegnen wir mit Respekt und Wertschätzung. Vielfalt (Geschlecht, sexuelle Identität, kulturelle Herkunft, Muttersprache und Sprachkenntnisse, Migrationsgeschichte, Alter, soziale Herkunft, sichtbare oder unsichtbare Behinderung) stellt sich dabei nicht automatisch ein. Durch regelmäßige Befragung unserer Vermittlungsstrategien und -methoden, versuchen wir Vielfalt proaktiv zu fördern.
Sorgfältige und professionelle Auseinandersetzung, nicht nur in den filmischen Fachgebieten, sondern auch mit dem eigenen Standpunkt, ist essenziell, um sich dem Anspruch einer vielfältigen, solidarischen und emanzipatorischen Form von Vermittlung annähern zu können.